Coworking startet am 1. Februar in Leipzig und heißt Le-Space

Coworking Leipzig bedeutet, dass Menschen - die sonst vereinzelt zu Hause, oder in einer sonst wenig kreativitätsfördernden Umgebung, arbeiten würden - gemeinsam arbeiten. Der Raum, das Großbüro in dem man sich trifft ist der Coworking-Space. Man kann sich tage-, wochen-, monatsweise, oder wie auch immer einmieten, braucht kein eigenes Büro und befindet sich in kreativer Gesellschaft. Coworking ist aber mehr als ein Mietbüro. Es gibt Konferenz- und auch Wohlfühlecken, Essen , Trinken und nette Gespräche und das Beste am Ganzen: Kollegen die man sich aussuchen kann.


Nico Krause, Mitinitiator des Le-Space der Alte Tapetenfabrik, Lützener Straße 91: „Coworking richtet sich nicht nur an Freelancer (freiberuflich Kreative) sondern auch an Angestellte, die mal aus ihrem Büro raus müssen.“

Gestartet wird Le-Space als „Beta“. Beta bezeichnet in der Softwareentwicklung eine Vorab- und Testversion. Genau so ist der offizielle Start von Le-Space am 01.Februar auch gedacht und angelegt.
Der Raum ist viel kleiner als die Fläche von 150 qm mit Dachterrasse die ab Mitte 2010, im gleichen Haus, eine Etage höher, bezogen werden soll. Konferenz- und Wohlfühlecken sind deshalb auch nur beschränkt vorhanden und es gibt vorerst auch nur zehn Arbeitsplätze. WLAN und Kaffeemaschine funktionieren aber bestens und hatten beim heutigen Jelly (Spitzname für ein Arbeitstreffen) schon mal jede Menge zu tun, genau wie Nico Krause, der ständig neu hinzu gekommenen Interessenten das Konzept des Le-Space erläuterte.


Neben interessanten Gesprächen und guter Bewirtung – Frühstück im Le-Space und die Kantine auf dem Gelände der Alten Tapetenfabrik sind sehr empfehlenswert – war das heutige Jelly ein gelungener Auftakt und es scheint als gäbe es für das Leipziger Start-Up „Le-Space“ gute Chancen sich in der Messestadt zu etablieren.

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Posted 10 days ago

Anleitung: Wie werde ich Blogger/Netzaktivist

Du fragst dich vielleicht schon seit einiger Zeit, wie du ein(e) wichtige(r) Blogger(in) oder ein toller Netzaktivist werden könntest. Das ist gar nicht schwer und viel leichter als das von den System-Medien dargestellt wird, denn: Einigkeit herrscht in weiten Teilen der Netzwelt zur Zeit nur darüber, was (politisch) alles nicht gewollt wird. Man macht sich einen Sport daraus alle Versuche der Politik, Regeln für das Netz zu finden, öffentlich zu zerlegen. Wer ins Fadenkreuz der Internetfreischärler gerät darf sich sicher sein, dass er am Ende im Netz als ahnungslos inkompetenter  Helfershelfer der unbelehrbaren Offliner und Internetausdrucker dasteht. Denn diejenigen die gegen die Offliner und Internetausdrucker antreten sind die Guten. Sie sind auf der Seite der Sieger und deshalb haben sie immer Recht, auch - und gerade - wenn sie sich mit ihrer Agrumentation auf dünnem Eis bewegen.
Es besteht für dich also kein Grund unnötig konstruktiv zu sein.

Um nun Anerkennung und vor allem Leser in diesen - gern als Bürgerrechtler auftretenden - Kreisen zu erhalten musst du dich beim Bloggen nur an die folgenden Tipps halten und die Punkte in beliebiger Reihenfolge und Dosierung mischen:

  1. Politiker sind zu doof für das Internet;
  2. Parteien begreifen einfach nicht wie das super tolle Web2.0 funktioniert;
  3. Politik und Justiz sollen sich aus Netzangelegenheiten raus halten, weil sie das einfach nichts angeht, außer sie entscheiden, dass der Netzspielplatz unantastbar sei;
  4. Internetversteher stehen viel zu weit über den analogen Verlierern, um deren Argumente ernsthaft erwägen zu müssen und
  5. das alles gilt natürlich nicht für die Piratenpartei, deren Vertreter wundersamerweise keine Politiker sind und die auch gern mal auf den rechten Weg abkommen, dies solltest du aber großzügig übergehen.
Verantwortung? Politische Korrektheit? Vergiss was du bisher darüber gelernt hast. Denn was sind die Rechte von Frauen, Kindern, Arbeitnehmern, Behinderten, Ausländern und Homosexuellen; der Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artensterben; Arbeitslosigkeit, Verarmung, Globalisierung; Iran- und Afghanistankrieg, Terrorismus; Hungertod und Wassermangel schon gegen die Forderung alles frei - was in diesem Fall natürlich kostenlos meinen sollte - herunterladen zu dürfen! Da du niemandem gegenüber trittst und etwas persönlich ins Gesicht sagen musst, kannst du eventuell auftretende Hemmungen ruhig hinter dir lassen.

Zwei bis drei Beiträge in gepfeffert anti-analogem Stil sollten für Anfänger ausreichen, ein cooles Netz-Image zu bekommen.
Auf dem Weg zum fortgeschrittenen Netzkenner empfehle ich dir auch Mailinglisten mit möglichst unerfüllbaren und möglichst widersinnigen Forderungen vollzuspammen, doch dazu ein anders Mal mehr…

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Posted 1 month ago

Internet-Portal "Lebendiges'89" von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen gestartet

Internet-Portal "Lebendiges'89" gestartet

Montag, 9. November 2009

"Das Vermächtnis der friedlichen Revolution gehört nicht ins Museum. Wir war‘n nicht das Volk – sondern wir sind das Volk.“
(Werner Schulz, Rede zum Festakt 20 Jahre Friedliche Revolution am 9.10.2009 in Leipzig)

Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November ist das Internet-Portal "Lebendiges 89" online gegangen. Die auf Initiative der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag entstandene neue Internetseite hat sich zum Ziel gesetzt, das Erbe der Friedlichen Revolution lebendig zu halten. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie sich die Ziel der Bürgerbewegung weiterentwickelt haben. Sind sie in Erfüllung gegangen? Waren sie von vornherein illusorisch? Wie blicken „Neunundachtziger“ mit Ihren Erfahrungen und Einsichten auf  das Hier und Heute? Was gefällt ihnen an den Debatten, was stört sie?

Viele Impulse, Themen und Anliegen der Revolutionäre von 1989 weisen über die Reform der DDR oder ihren Sturz hinaus. Im Portal „Lebendiges 89“ finden Sie Aspekte, von denen wir meinen, dass sie für die Entwicklung der Gesellschaft heute eine Bedeutung haben. Das Erbe von 89 bleibt lebendig, wenn wir mit kritischem Blick und kreativem Potenzial auf alte Probleme und neue Herausforderungen zu gehen.

Die Seite lebt dabei von Menschen, die die erstrittene Freiheit, sich einzumischen zu können, leben wollen. Jeder Besucher kann sich zu den Themen Demokratie, Gesellschaft, Gleichberechtigung und Umwelt äußern und seine Meinung einbringen. Was sollte sich heute ändern? Was wollen wir verteidigen oder stärken? Beteiligen auch Sie sich mit Kommentaren an den Diskussionen unter www.lebendiges89.de

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Posted 3 months ago

Mein Facebook OFF!

Heute hatte ich 8 (in Worten acht) von diesen Freunschaftsquark-Meldungen des selben Nutzers hintereinander im Feed. Abgesehen, davon dass ich diesen Nutzer nicht persönlich kenne, handelt es sich um einen rein organisatorischen Kontakt, dessen Privatkontakte mich herzlich wenig kümmern.
Das ist nicht mehr lustig sondern einfach nur grottenSCHLECHT.
Die Meldung in den Medien, dass Bing in Kooperation mit Facebook Suchergebnisse aus Facebook zur Verfügung stellt, zeigt klar wer hier Pate gestanden hat. Nach MicrichSoft fühlt sich die Handhabung auch an: Dem Nutzer vorschreiben was er gut finden soll!
Für mich als bekennendem Microsoft-Gegner und -Produkte Ignorierer bleibt da nur eine Konsequenz:

Ich bin dann mal bei Facebook OFF!

bis sich die Facebook-Macher wieder für eine brauchbare Oberfläche entscheiden, auf der mich nicht vorgeschrieben wird, was mich zu interessieren hat und was für mich wichtig ist.
Bis dahin mit dem schönen Zitat von von Friedrich August III.: "Macht doch euren Dreck alleene!"

[Update]

Saubere vom Facebook Dreck bereinigte Live-Meldungen mit Facebook Purity Greasemonkey Script.

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Posted 3 months ago

FreelanceCamp: Verwaltung trifft Kreativität

Am letzten Sonnabend, den 17.10.09, fand gleichzeitig in den drei Städten des 2008 gegründeten Modellprojektes "Koopstadt", Leipzig, Bremen und Nürnberg  das Freelancecamp 2009 statt.
Ziel der veranstaltenden Städte war es, Kontakt zu den Freelancern (Freiberuflern) der Kreativwirtschaft die in den drei Stadten arbeiten auf zu nehmen und deren Bedürfnisse zu sondieren. Nach Angaben der Veranstalter seien allein in Leipzig etwa 8.000 Freelancer tätig, die einen wichtigen Anteil der Gesamtwirtschaftsleistung in Leipzig erbringen. Allerdings sind diese die Kreativwirtschaft beherrschenden Kleinstunternehmen, die fast die Hälfte des Gesamtumsatzes der sogenannten Kreativwirtschaft erwirtschaften, für die Kommunalverantwortlichen schlecht zu erreichen, da es keine zentralen Ansprechpartner für die freiberuflich arbeitenden Kreativen gibt.

Leider stellte sich mir die Absicht der Stadt Leipzig Verbindung zu ihren kreativen Einzelkämpfern auf zu nehmen erst im Laufe, der an ein Barcamp angelehnten Veranstaltung heraus. Das im Ansatz gut gedachte Barcamp litt aber etwas unter den an verwaltungstechnische Abläufe gewöhnten Methodik des ORGA Teams und der offensichtlichen Organisation von Bremen aus, was eine gewisse Distanz zwischen Teilnehmen und Organisatoren schuf.

Aus der schon erwähnten versuchten Sondierung der Bedürfnisse der Freelancer erklärte sich auch die für alle Teilnehmer angesetzte Session zur Stadtentwicklung, die aber meiner Meinung nach auch zu verwaltungstechnisch gedacht war.

Trotzdem fand ich die Absicht der Stadt, mit den Freelancern und Geeks, die in Leipzig auf eigene Faust Geld verdienen in Kontakt zu kommen, gut. Die Mitarbeiter der Stadt mischten sich unter das kreative Volk und schrieben fleißig mit. Ob bei der Podiumsdiskussion über "Das Überleben in der 0,-€ Wirtschaft", oder bei der Session über das Coworking hatten die Mitarbeiter der Stadt Gelegenheit für sie noch nie gehörte Denkweisen und -ansätze ein zu fangen.

Ein konkretes Ergebnis des Freelancecamp ist die Website: http://leipzig-verbindet.de die aus der Session "Leipzig Vernetzung" entstand, zu der ich selber schon nicht mehr anwesend war, die ich aber sporadisch im Livestream verfolgte.

Das Freelancecamp in Leipzig war das von allen drei stattfindenden mit Abstand am Besten besuchte. Insgesamt etwa 50 Teilnehmer nahmen an den verschieden Sessions über Kunst-, Kulturprojekte, Stadtplanung, Coworking, Projektplanung und Vernetzung teil. Leider fehlte die Einbindung der Themen für freie Entwickler, so dass diese keine für sie relevanten Sessions fanden und das Freelancecamp zum Teil enttäuscht wieder verließen.

Sollte das Freelancecamp wiederholt werden, werde ich wieder hin gehen und dann werden die Kinderkrankheiten der Erstveranstaltung vom letzten Wochenende hoffentlich behoben sein.

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Posted 3 months ago

Zensursel taumelt, aber was ist mit der Vorratsdatenspeicherung?

Wer hätte gedacht, dass das Zugangserschwerungsgesetz - bekannt als Zensursula - wirklich im Zuge der Koalitionsverhandlungen gekippt werden würde. Ob es an der knapp 15%-Wahlergebnis-starken FDP oder am Druck der Öffentlichkeit gelegen hat, werden wir wahrscheinlich nie heraus bekommen. Letztlich war es sicher die Kombination aus beidem verstärkt durch den Wunsch des Herrn Schäuble Minister zu bleiben. Denn sicher wäre es der CDU beim Kungeln um die zu vergebenden Posten mit der FDP nicht leicht gefallen Herrn Schäuble wieder als Innenminister zu platzieren, wenn der sich bei diesem - von der FDP als so wichtig betonten - Thema all zu betonköpfig gegeben hätte.

Das nicht weniger wichtige - aber etwas aus dem Fokus der Öffentlichkeit geratene - Problem der Vorratsdatenspeicherung ist meiner Meinung nach durch die Begrenzung der Verwendung nur für "schwere Gefahrensituationen", nicht wirklich entschärft. Denn die Kommunikationsdaten aller Bürger, Organisationen und Firmen werden weiterhin erhoben und gespeichert und können folglich auch missbraucht werden. Dem der Missbrauch betreibt kann es im Grunde egal sein, ob das Gesetz eine legale Verwendung für weniger schwere, oder besonders schwere Verbrechen vor sieht.
Die Forderung  nach der Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung bleibt daher aktuell und kann mit der Verschiebung lediglich des Verwendungszwecks der Daten, nicht als erledigt betrachtet werden. Denn gläserne Bürger sind zerbrechlich!


tagesschau.de Meldung

http://www.tagesschau.de/inland/koalitionsverhandlungen150.html

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Posted 3 months ago

Online-Appell: Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse!

In der Mailingliste des AK Vorratsdatenspeicherung wurde noch einmal zum Unterzeichnen des offenen Briefes an die FDP Verhandlungsführerin und designierte Justizministerin, Frau Leutheusser-Schnarrenberger, aufgerufen.


Die Bürgerrechtsorganisation FoeBuD und die Kampagnenorganisation
Campact e.V. haben einen Online-Appell unter dem Titel "Bürgerrechte
sind keine Verhandlungsmasse" gestartet, der als Zwischenstand über
20.000 Unterschriften enthält. Dieser Appell wird an
Frau Leutheusser-Schnarrenberger vor Beginn des Treffens der Arbeitsgruppe
Inneres/Justiz/Informationsgesellschaft am Donnerstag, 15.10.2009, gegen
9:15 Uhr in der Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin (Landesvertretung
Baden-Würtemberg) übergeben.

Appell an Verhandlungsführerin Leutheusser-Schnarrenberger
https://petition.foebud.org/petitions/4/start
http://www.campact.de/freiheit/home

Mehr über unsere Forderungen an die FDP
https://www.foebud.org/5min-koalition

Bis zum Ende der Koalitionsverhandlungen kann noch mitgezeichnet werden:
https://petition.foebud.org/petitions/4/start

Quelle: http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/uebergabe

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Posted 3 months ago

Über "Always on" als Lebensgefühl

In seinem Blog Beitrag zur Frage des wiwo Chefredakteurs Roland Tichy nach dem Lebensgefühl der Piraten außerhalb des Internet argumentiert Martin Weigert, dass diese Fragestellung den Denkfehler gleich mit liefere, denn für die Generation Piraten gebe es keinen Lebensbereich der nicht in irgend einer Weise vom Internet berührt würde. Ich finde das stimmt und ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen. Der Unterschied zwischen denen mit dem Lebensgefühl "Always on" und denen die sich als außerhalb des Internet lebend begreifen ist, dass bei ersteren die Reich- und Tragweite der technischen Revolution des Internet bereits im Bewusstsein angekommen ist.
Ob Payback-Punkte oder Fahrkarten aus dem Automaten, Anträge beim Arbeitsamt, oder KfZ-Zulassung, Bußgeldbescheide und Wohnsitzmeldung - alles wird über Firmen- und Behörden-Netzwerke abgewickelt die ihrerseits Unternetze des großen berühmten Internet sind.
Auch die Redakteure der konventionellen Medien erhalten ihre Informationen nicht mehr per Fernschreiber, sondern sie sind an die Netzwerke der großen Nachrichtenagenturen angeschlossen. Der Iran ist unter anderem deshalb so gut an das Internet angebunden, weil die Ölförderung und der internationale Handel über das Internet organisiert werden. Zu guter letzt sei noch erwähnt, dass natürlich immer mehr Telefonanbieter nicht nur DSL sondern - schon in naher Zukunft ausschließlich - auch die Gespräche kostengünstig und vielfach unbemerkt vom Kunden über das Internet leiten.
Auch wenn für viele der von mir aufgezählten Dienste kein Internetbrowser geöffnet werden muss um diese zu nutzen bedienen sie sich doch der Datenübertragung über das Internet. Alle Computerdaten die sich in Datenpakete packen und durch das weltweite Computernetz routen lassen, werden auch durch das Internet übertragen.
Daraus lässt sich ableiten welche tiefen Eingriffe in unser Leben durch Überwachung und Zensur des Internet möglich wären und darauf basiert das Lebensgefühl der Generation Piraten. Denn Webseiten, Soziale-Netzwerke und E-Mail stellen nur einen Bruchteil dessen dar wofür das Internet genutzt werden kann und wird.
Um die Frage des Herrn Tichy zu beantworten: Gar nicht, es sei denn es handelt sich um echte Piraten auf einer kleinen Insel jenseits unserer Gesellschaft irgendwo im Pazifik ohne elektrischen Strom.

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Posted 4 months ago

Von FDP-Zombies und einem Mangel an roten Gutkörperchen

Blutleere graumelierte Gestalten huschen über den Fernsehschirm. Frauen mit gummiähnlicher Haut und perückenhaften Mikrofaserfrisuren klatschen in die faltigen schwer beringten schmalen Hände. Roman Polanski hätte die Szenerie nicht besser darstellen können und doch ist es kein Vampirfilm sondern eine ZDF Frontal21 Dokumentation im Jahr 2009 zu Gast beim Tanz zeitgenössischer Vampire. Die Untoten die hier zu sehen sind saugen nicht das Blut von Menschen, aber sie kosten sie genau so viel Energie, Kraft und Lebensfreude als wenn sie es täten. Denn sie saugen am Fluß der Gesellschaft, saugen Geld und trocknen Innovationen aus und was sie gefährlich macht: Sie wollen mehr und haben kein Maß. Das Licht der Veränderung würde sie sofort töten, deshalb scheuen sie es. Lebendige Impulse würden ihre künstliche Blässe und ihr robotoerhaftes Wesen kontrastieren und man könnte sehen, dass die kleinen ferngesteuerten Maschinchen in ihrer Brust zwar dafür sorgen, dass sie nicht auf der Stelle umfallen, ihnen  aber kein wirkliches Leben einhauchen können.
Getarnt als Insolvenzverwalter, Nobelschneider oder Edelpensionäre saugen sie riesige Mengen von Lebenskraft aus der Gesellschaft ab und um ihr heimtückisches Tun zu verbergen, fabulieren sie vom Wert der Arbeit (und meinen damit natürlich nur ihre eigene), Liberalismus, Eigenverantwortung. Ihr größtes Menetekel sind die Wesen mit roten Gutkörperchen, deren Herzen noch von alleine schlagen und manchmal sogar hüpfen, deren Blutbahnen nicht von Geld und Macht verstopft sind, die sie beschuldigen sich zu nehmen was ihnen nicht zustehe, denn damit kennen sie sich gut aus und sie suchen Schuldige dafür.
Gelb ist die Hautfarbe dieser Zombies, die Farbe des Neides und die der FDP in dieser Dokumentation.

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Posted 4 months ago

Eine Frau ist Kanzlerin und ein offen schwul lebender Mann wird Außenminister

Eine Frau ist Kanzlerin und ein offen schwul lebender Mann wird Außenminister, das ist Deutschland 2009. Trotz aller Schwarz-Gelb-Dissung der letzten Tage und der großen Enttäuschung der Grünen die CDU/CSU - FDP Koalition nicht verhindert zu haben, sind damit an sich typisch Grüne Forderungen durch das Wählervotum prompt umgesetzt. Das ist Gleichstellung auf höchster Ebene, die allerdings ohne drei Jahrzente Grüner Politik und die in sieben Jahren Rot-Grüner Regierung vollzogenen gesellschaftlichen Veränderungen - ich meine die sogenannte Homoehe - so nicht denkbar wäre.

Ironie der Geschichte, dass das bürgerliche Lager, das diese Gleichstellung immer in Frage gestellt hat, diese nun praktiziert und die Grünen, die froh sein müssten, dass es so gekommen ist, sich so gar nicht daran freuen können. Das mag daran liegen, dass wir immer das bekommen womit wir am wenigsten rechnen und nun sage noch einer, das Schicksal habe keinen Humor.

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Posted 4 months ago